Arten von Grills beeinflussen den Geschmack? Vor- und Nachteile


Sobald die ersten Sonnenstrahlen locken steigt in unserem Land ein Duft von gebratenem Fleisch über die Park- und Gartenanlagen. Grillen zählt, besonders in der Sommerzeit, zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland.

Familienmitglieder und Freunde sitzen gemütlich bei einem kühlen Bier beieinander und genießen die gebratenen Würstchen und Steaks vom Grill mit leckerer Sauce. Der Holzkohlegrill ist immer noch der “Klassiker”, auf den die meisten passionierten Grillmeister schwören. Jedoch werden in den letzten Jahren der Gas- und der Elektrogrill immer beliebter. Sind diese doch viel einfach zu handhaben als der althergebrachte Holzgrill. Wie sieht es jedoch mit der geschmacklichen Seite aus?

grillen3

Viele Verfechter des Holzkohlegrills verweisen darauf, dass der spezifische rauchige Geschmack sich nur mit Holzkohle erzielen lässt. Versuche mit Testessern scheinen diese Vorstellung zu bestätigen. So bevorzugten 52 Prozent der Testesser die Grillprodukte vom Holzkohlegrill, 32 Prozenten schmeckten die Grillwürstchen vom Elektrogrill am besten und nur 16 Prozent favorisierten den Gasgrill. Rein objektiv gesehen sind die geschmacklichen Unterschiede jedoch minimal. Vielmehr kommt es darauf an ein paar wichtige Grundsätze beim Grillen zu beachten. So sollten die Fleischprodukte schon gut zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen werden. Damit wird ein zu starker Hitzeschock für das Fleisch verhindert, der dazu führt, dass das Fleisch zu viel Saft verliert.

Insgesamt sollte darauf geachtet werden das Fleisch nicht zu heiß gegrillt wird. Bei einem Holzkohlegrill sollten Sie nicht zu viel Kohle verwenden und das Fleisch nicht direkt über der Glut grillen. Bei einem Gasgrill liegt die ideale Temperatur bei 140 bis 150 Grad Celsius. Die qualitativen Unterschiede sind insbesondere bei Gasgrills eng mit dem Preis verbunden. Daher sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Produkt nicht zu preiswert ist und dass Onlineanbieter ausführlich beschreiben, wie die Erhitzung im Grill zustande kommt (hier mal ein gutes Beispiel dafür). Auch bei einem Elektrogrill ist diese Temperatur am geeignetsten ein gutes geschmackliches Ergebnis zu erzielen. Billige Elektrogrille erreichen dagegen oft nur eine Temperatur von circa 100 Grad Celsius. Dies ist zu wenig. Das Fleisch verliert zu viel an Saft und wird trocken.

Während in geschmacklicher Hinsicht der Holzkohlegrill leichte Vorteile für sich verbuchen kann, gewinnen Gas- und Elektrogrill eindeutig bei der Handhabung. Das umständliche Anzünden, das lange Warten, ehe die Kohlen durchgebrannt sind, all das entfällt bei einem Gas- oder Elektrogrill. Auch lassen sich so zahlreiche Unfälle, die durch eine unsachgemäße Bedienung des Holzkohlegrills entstanden sind, vermeiden.

Das Hauptproblem sind jedoch die gesundheitsgefährdeten Substanzen, die bei Grillen mit Holzkohle entstehen. Tropft das Fett in die Glut, entstehen krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Untersuchungen haben ergeben, dass beim Grillen mit Holzkohle der Wert dieser Substanzen den Toleranzrahmen um das Dreifache überschreitet. Dagegen wurden beim Grillen mit Gas oder Elektro keine Schadstoffe festgestellt.


drucken