Vegan – aber halt mal anders


Klar, vegan zu sein oder zu essen geht aktuell um die Welt. Es ist mittlerweile aber auch viel mehr als lediglich ein Trend, denn Menschen die sich dem veganen Leben verschrieben haben tun dies meist nicht nur als kulinarischen Gründen, sondern habe tiefergehende Anliegen und Gründe.

wintergemuese 300x200Allerdings ist dies hier vielleicht nicht der richtige Ort, um über die kulturelle Problematik unserer Esskultur zu schreiben. Denn hier wollen wir viel lieber davon erzählen, wie man die vegane Küche vielleicht noch einen Schritt weiter gehen kann, um noch mehr aus ihr heraus zu holen. Vegan ist einfach mehr als gekochtes Gemüse, soviel steht fest.

Die Breite der Gewürze ausnutzen

Allerdings wollen wir gleich damit anfangen, ein heißes Thema bei Veganern anzugreifen; Tofu und Tempeh – beides Produkte die eher blass auf den ersten Blick und Biss wirken. Das ist an sich richtig, aber es stimmt auch, dass beide Produkte schnell und leicht mit Gewürzen um ein Vielfaches aufgepeppt werden können. Legen Sie dazu Naturtofu und Tempeh in dünnen Stücken in eine Marinade Ihrer Wahl und lassen Sie diese über Nacht einziehen. Sie werden feststellen, dass dies ein sonst fades Produkt wunderbar in etwas Außergewöhnliches machen lässt. Öle und Gewürze saugen sich in die Taschen voll und geben so ein intensives Aroma, was bei tierischen Gerichten oft nicht gegeben ist, da die Poren nicht frei sind.

Kurz und scharf angebraten sind diese Tofustücke dann herrlich intensiv und voller Geschmack. Und das sind sogar nur Anfängertipps; sobald Sie sich mit der Materie ein wenig besser auseinandersetzen werden Sie feststellen, dass sich Tofu und Tempeh noch zu ganz anderen Dingen verarbeiten lässt, die tierfreie Küche hat hierbei keinerlei Grenzen aufgezogen, Sie können also alles versuchen. Großartige Tofugerichte gibt es mittlerweile in mehr und mehr Küchen und Restaurants und bleiben dabei meist fern von den immer gleichen Bratgemüse-Rezepten.

Roh versuchen

Wie bereits erwähnt ist Vegan mehr als zerkochtes Gemüse – manchmal ist sogar rein gar kein Kochen notwendig. Denn die roh vegane Küche hat es wirklich in sich; hier werden Gerichte und Zutaten nur bis zu einer bestimmten Temperatur – 29 Grad – erhitzt, damit die Nährstoffe nicht flöten gehen. Das zeugt interessante Düfte und Zustände beim Essen; ist also etwas komplett neues auf der Zunge. Viele der Gerichte sind dabei speziell auf die roh vegane Küche angepasst, sei es gedünstete Süßkartoffelscheiben oder herzhafte Nuss Curries.

Der Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt, man muss lediglich darauf aufpassen, sich nicht zu verschätzen.Viele Veganer werden glücklich sein, wenn Sie ihnen die Chance geben mal was Neues zu testen und spielen Sie hier die Gedanken durch, was es für Ihre Küche bedeuten kann, weitere Alternativen und dadurch Gewinnmöglichkeiten zu haben, denn vegan ist immer noch mehr als nur Küche.

Werden Sie kreativ

Was bei der veganen Küche aber am Allermeisten überzeugen kann ist die Freiheit der Wahl – erst vor wenigen Tagen haben die Redakteure hier von einem Besuch in Amsterdam erzählt, bei dem sie in einem veganen Restaurant nahe der Altstadt vegane Käsespieße bestellt hatten: diese kamen dann in Form von Noripapier – was sonst für Sushi gewählt wird – und darin geschmolzenem Käse. Noch heute schwärmen sie von dieser Fülle an Gerüchen und Düften in der Vorspeise.

Genau das meinen wir: lassen Sie Ihrer Kreativität ein wenig mehr freien Lauf, dann kommen Sie irgendwann sicher selber auf die Idee, mal Dinge zu versuchen, die auf den ersten Blick vielleicht ein wenig wagemutiger aussehen. Die vegane Küche kann viel, auch verzeihen. Und sie ist nicht teuer, wie immer vermutet, denn viele der herkömmlichen Produkte sind in den gängigen Supermärkten und Bioläden zu finden. Fangen Sie einfach und schauen Sie, wohin die Reise gehen wird; bislang haben wir noch niemanden gefunden, der nicht vom Vegansein überzeugt werden konnte.


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