Günstig kochen beginnt schon vor dem Einkauf


Das Geld für den nächsten Urlaub ist knapp, das Auto muss mal wieder in die Reparatur, doch wo soll man sparen? Doch nicht etwa am Essen? Bei den Lebensmitteln zu sparen, ist einfacher, als man denkt. Dabei muss man nicht auf alles verzichten und sich nur noch von Wasser und Brot ernähren.

Die richtige Planung des Essens und der richtige Umgang mit den Lebensmitteln können für Überraschungen im Geldbeutel sorgen. Mit diesen Tipps kocht man günstig.

Essensplan aufstellen

gesundes essen 300x200Bevor es an den Einkauf geht, sollte man sich überlegen, welche Gerichte auf den Tisch kommen sollen. So kauft man direkt günstig ein und verfällt nicht in irgendwelche Spontankäufe. Sinnvoll ist es daher, für eine Woche im Voraus einen Essensplan aufzustellen. Besonders Tüchtige machen sogar einen Plan für den gesamten Monat.

Positiver Nebeneffekt: Man muss nicht jeden Tag aufs Neue überlegen, welches Gericht man nun zaubert. Aus dem Essensplan und den Vorräten, die sich in den Schränken befinden, ergeben sich die Zutaten, die es einzukaufen gilt. Darüber hinaus lassen sich Zutaten für mehrere Tage hintereinander oder im Wechsel nutzen, wie beispielsweise Kartoffeln, die am nächsten Tag als Bratkartoffeln auf den Tisch kommen. Der Snack oder Obst für zwischendurch, Süßigkeiten und andere Leckereien sollten bei der Planung natürlich auch berücksichtigt werden.

Günstig einkaufen = günstig kochen

Wer seine Lebensmittel günstig einkauft, kann logischerweise auch günstig kochen. In erster Linie kann mit dem Gang zum Discounter schon viel eingespart werden. Die Qualität ist auch hier in der Regel hoch, die Preise aber etwas niedriger als im Marken-Supermarkt. Im Supermarkt gibt es zudem auch von den Eigenmarken der Betreiber eine Vielzahl an Produkten, die gegenüber Markenprodukten einen gehörigen Preisvorteil aufweisen. Weiterhin bietet es sich an, im Vorfeld die Preise zu vergleichen, beispielsweise über die Prospekte der Anbieter, hilft es dabei, den Anbieter der günstigsten Lebensmittel zu finden.

Regional und saisonal einkaufen

Neben den Angeboten bietet es sich zudem an, saisonal einzukaufen. Der Verzicht auf Lebensmittel, die lange Transportwege hinter sich haben, kann sich positiv auf den Geldbeutel und das Klima auswirken.
Auf dem Wochenmarkt finden sich saisonale und regionale Produkte. Greift man hier kurz vor Schluss zu, bieten einem die Händler häufig günstigere Preise an. Weiterhin bietet auch das Internet die Möglichkeit zum Sparen. Foodsharing-Portale können genutzt werden, um günstig an Lebensmittel heranzukommen, die sonst weggeworfen werden. Es gibt sogar Gratisproben für Lebensmittel. Damit macht Kochen richtig Spaß.

Kilopreise vergleichen und sparen

Aber auch im Markt selbst lohnt sich ein Preisvergleich. Achten sollte man dabei auf den Preis pro Kilogramm bzw. Preis pro Liter, weil der Unterschied in der Packungsgröße so nicht ins Gewicht fällt. Bei haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln, Reis etc. kann man getrost zu größeren Packungen greifen, weil hier der Kilopreis deutlich niedriger ist. Gut verstaut im Schrank bleibt die Qualität erhalten, auch wenn die Packung schon geöffnet ist.

Wichtig ist hierbei aber der Überblick über den eigenen Vorrat. Ordnung im Küchenschrank ist also von Belang. Bei etwas mehr Stauraum kann man bei günstigen Angeboten zudem gleich mehrfach zugreifen. Folgende Produkte lassen sich gut bunkern und sind dann für gesunde Rezepte stets verfügbar:

  • Reis
  • Nudeln
  • Tiefgekühltes Gemüse (z. B. Erbsen, Spinat etc.)
  • Linsen
  • Passierte Tomaten
  • Kidneybohnen
  • Mais
  • Haferflocken
  • usw.

An den Einkaufszettel halten

Dank des aufgestellten Essensplans hat man ein klares Ziel beim Einkauf: das Abhaken des Einkaufszettels. Auch bei den verderblichen Lebensmitteln erhält man einen guten Überblick, was benötigt wird. Man kann die benötigten Mengen richtig einschätzen und muss am Ende weniger wegwerfen und es kommt zu keiner Lebensmittelverschwendung. Zudem gerät man nicht (so sehr) in Versuchung, bei Junk-Food-Produkten und Süßigkeiten zuzugreifen.

Auf Fertigprodukte verzichten

Mit Fertigprodukten spart man vielleicht Zeit, aber selten Geld. Darüber hinaus ist es gesünder, selbst zu kochen. In den Produkten, die einfach nur in den Ofen oder die Pfanne gehauen werden, stecken viel mehr Zucker, Fett und meist für den Verbraucher unbekannte Zusatzstoffe. Daher ist es ratsam, auf die Fertigprodukte zu verzichten. Auch für den gestressten Menschen oder Kochmuffel gibt es eine Reihe von schnellen Kochrezepten, die in wenigen Minuten gezaubert sind und geringen Aufwand mit sich bringen.

Vorkochen spart Zeit und Geld

Am Herd zu stehen und ein aufwändiges Menü zuzubereiten, macht auch dem größten Hobby-Koch nicht jeden Tag Spaß. Um Zeit und Geld zu sparen, bietet es sich daher an, für mehrere Tage zu kochen. Die übrig gebliebenen Speisen können dann im Kühlschrank gelagert und am nächsten Tag verzehrt oder eingefroren werden. Je nach Gericht sollte man aber nicht länger als zwei oder drei Tage mit dem Verzehr warten, damit es nicht verdirbt.

Friert man das bereits Gekochte ein, halten die Lebensmittel natürlich länger. Hierfür eignet sich eine Vielzahl an Speisen wie Suppen, Chilis, Geschnetzeltes, aber auch Nudel- und Reisgerichte. Nudeln und Reis sollten aber idealerweise frisch zum Gericht gekocht werden, damit es besser schmeckt.

Das Vorkochen spart Zeit, weil das Kochen und Aufräumen an weiteren Tagen entfällt. Auch weitere Zutaten müssen in der Regel nicht eingekauft werden. Die Basiszutaten wie Nudeln und Reis hat man ohnehin schon im Schrank und der Rest muss nur aufgewärmt werden.

Strom sparen beim Kochen

Weiterhin lässt sich auch direkt beim Kochen Geld sparen, indem man den Stromverbrauch reduziert. Dafür bieten sich einige Tipps an, die je nach Zubereitungsart zu berücksichtigen sind. Der Energieverbrauch beim Kochtopf lässt sich mit den richtigen Größen geringer halten. Der Kochtopf sollte etwas größer sein als die Heizfläche der Herdplatte und über einen passenden Deckel verfügen. So geht nicht unnötig Energie verloren. Schnellkochtöpfe verkürzen den Garprozess, beispielsweise bei Gulasch. Allerdings sind hier auch die Anschaffungskosten zu berücksichtigen.

Soll etwas in den Backofen, kann man häufig, aber nicht bei allen Gerichten, auf das Vorheizen verzichten. Zudem sollte die Tür des Backofens nur möglichst kurz geöffnet werden, wenn es nötig ist, damit auch hier keine Energie verlorengeht. In der Regel haben die Backöfen eine Scheibe, durch die man den Zustand der Speisen überprüfen kann.


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